Was Sie aufschreiben, welche Unterlagen Sie mitbringen, wie Sie eine zweite Sprache vorbereiten und worauf es am Tag selbst ankommt.
Ein Vorstellungsgespräch vorbereiten heisst in der Schweiz vor allem: fünf Dinge klären, bevor Sie hingehen. Wer Sie sind und was Sie wollen, wer die Firma ist, welche Fragen kommen, welchen Lohn Sie nennen und wie Sie auftreten. Dazu kommen die Unterlagen, die Sie mitbringen, und bei vielen Stellen eine zweite Sprache.
Das öffentliche Portal arbeit.swiss, das auch die RAV nutzen, sagt es klar: Wer eingeladen wird, ist in der engeren Auswahl, und «auch jetzt sollten Sie nichts dem Zufall überlassen und sich gezielt vorbereiten». Es empfiehlt eine Checkliste. Dieser Ratgeber macht daraus einen Plan für fünf Tage, mit Bewerbungsgespräch Tipps für den Tag selbst und für Online-Gespräche.
Das Wichtigste in Kürze
arbeit.swiss teilt die Vorbereitung in fünf Bereiche. Hier sind sie, jeweils mit dem, was Sie konkret aufschreiben sollten.
| Bereich | Was Sie aufschreiben |
|---|---|
| Zu Ihrer Person | Drei Stärken mit je einem Beispiel, Ihr berufliches Ziel in einem Satz, warum gerade diese Stelle |
| Zum Arbeitgeber | Branche, Produkte oder Dienstleistungen, Marktposition, Ziele, Organisation, Grösse |
| Zu Fragen des Arbeitgebers | Antworten zu Laufbahn, Fähigkeiten, Motivation und Eignung |
| Zur Gehaltsverhandlung | Ihre Lohnvorstellung als Betrag oder Spanne, mit Begründung |
| Zum Auftreten | Kleidung, Blickkontakt, Körperhaltung, zuhören und ausreden lassen |
Zum Lohn rät arbeit.swiss, sich über übliche Löhne in Branche und Position zu informieren, «zum Beispiel bei Berufsverbänden», und verweist auf den Nationalen Lohnrechner und eine Lohnübersicht von jobs.ch nach Beruf und Kanton. Die Fragen selbst, mit Beispielantworten, finden Sie im Ratgeber Vorstellungsgespräch Fragen.
Oft liegen zwischen Einladung und Termin nur wenige Tage. So verteilen Sie die Arbeit, ohne am Vorabend alles auf einmal zu machen:
Haben Sie nur einen Abend, dann machen Sie Tag 1, Tag 3 in kurzer Form und Tag 5. Die Firmenrecherche schaffen Sie auch in einer halben Stunde, wenn Sie sich auf drei Punkte beschränken.
In der Schweiz spielt das Bewerbungsdossier auch im Gespräch eine Rolle. Die Firma hat Ihre Arbeitszeugnisse meist schon gelesen und fragt vielleicht nach. Prüfen Sie deshalb vorher:
Steht im Inserat eine zweite Sprache, rechnen Sie damit, dass ein Teil des Gesprächs in dieser Sprache läuft. Bereiten Sie mindestens drei Dinge in jeder geforderten Sprache vor: Ihre Vorstellung in einer Minute, warum Sie diese Stelle wollen und ein Beispiel aus Ihrer Arbeit.
Ein Tipp aus der Praxis: Schreiben Sie diese drei Antworten nicht Wort für Wort auf, sondern als Stichworte. Wer einen auswendig gelernten Text aufsagt, kommt bei der ersten Nachfrage ins Stocken. Wer Stichworte hat, kann frei weitersprechen.
Für ein Gespräch auf Englisch können Sie mit unserem kostenlosen KI-Probeinterview im Browser üben. Es liest Fragen zu Ihrem Beruf auf Englisch vor, stellt Nachfragen und gibt danach Rückmeldung zu Tempo, Füllwörtern und Aufbau.
Fast jedes Gespräch endet mit «Haben Sie noch Fragen an uns?». Wer dann nichts fragt, wirkt schnell desinteressiert. Bereiten Sie drei bis fünf Fragen vor, von denen Sie mindestens zwei wirklich wissen wollen. Gute Fragen beziehen sich auf die Arbeit, nicht auf Dinge, die auf der Website stehen:
Fragen zu Ferien, Homeoffice oder Lohnbestandteilen sind in der Schweiz nicht tabu, passen aber besser in eine spätere Runde oder ans Ende, wenn die Firma selbst den Rahmen anspricht.
Laut arbeit.swiss beeinflussen Auftreten und Körpersprache «den Gesamteindruck im Bewerbungsgespräch wesentlich». Die Seite nennt unter anderem angemessene und saubere Kleidung, Blickkontakt, eine offene und zugewandte Körperhaltung und aktives Zuhören. So setzen Sie das um:
Üben Sie das einmal vor der Handykamera. Sie sehen sofort, ob Sie zu oft wegschauen oder mit dem Stift spielen.
Erste Runden finden oft per Video statt, gerade wenn die Firma in einer anderen Stadt ist. Die Technik ist dabei der häufigste Stolperstein, und den können Sie vorher ausräumen:
Üben Sie mit einer Kollegin, die Ihnen in Teams oder Meet Fragen stellt, während ClapAssist läuft. Die App versteht Deutsch, Französisch, Englisch und viele weitere Sprachen und zeigt Vorschläge aus Ihrem Lebenslauf und dem Inserat. So sehen Sie, wo Ihre Beispiele noch dünn sind.
Am Tag des Online-Gesprächs zeigt die KI für Vorstellungsgespräch von ClapAssist Antwortvorschläge in Echtzeit. Prüfen Sie vorher, ob der Arbeitgeber KI-Hilfe im Gespräch erlaubt. Manche verbieten sie, besonders in Online-Tests.
Externe Seiten, auf die sich die Tipps oben stützen, geöffnet und geprüft am genannten Tag.
Mit einer Checkliste in fünf Bereichen: Ihre Person, der Arbeitgeber, typische Fragen, die Lohnvorstellung und Ihr Auftreten. Dann laut üben, am besten mit jemandem, der nachfragt.
Ideal sind einige Tage, verteilt auf Inserat, Firma, Beispiele, Üben und Rahmen. Mit nur einem Abend konzentrieren Sie sich auf das Inserat, drei Beispiele und Ihre Lohnvorstellung.
Lebenslauf, Arbeitszeugnisse, Diplome, ein Blatt mit Referenzpersonen und Ihre Fragen an die Firma. arbeit.swiss nennt das separate Referenzblatt ausdrücklich als etwas, das Sie im Gespräch abgeben können.
Pünktlich sein, passende Kleidung, zuhören und ausreden lassen, konkrete Beispiele statt Adjektive und am Schluss nach den nächsten Schritten fragen.
Bereiten Sie Vorstellung, Motivation und ein Beispiel als Stichworte in der Sprache vor und üben Sie sie laut. Für Englisch hilft ein KI-Probeinterview mit Rückmeldung.
ClapAssist zeigt Antworten aus Ihrem Lebenslauf in Teams, Zoom und Meet. 10 Minuten gratis, ohne Karte.