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Vorstellungsgespräch vorbereiten Vorbereitung in fünf Tagen, mit Tipps für die Schweiz

Was Sie aufschreiben, welche Unterlagen Sie mitbringen, wie Sie eine zweite Sprache vorbereiten und worauf es am Tag selbst ankommt.

Gestützt auf arbeit.swiss (SECO) und das Obligationenrecht (fedlex.admin.ch), geprüft am 28. Oktober 2026.
Kurze Antwort

Wie bereite ich mich auf ein Vorstellungsgespräch vor?

Ein Vorstellungsgespräch vorbereiten heisst in der Schweiz vor allem: fünf Dinge klären, bevor Sie hingehen. Wer Sie sind und was Sie wollen, wer die Firma ist, welche Fragen kommen, welchen Lohn Sie nennen und wie Sie auftreten. Dazu kommen die Unterlagen, die Sie mitbringen, und bei vielen Stellen eine zweite Sprache.

Das öffentliche Portal arbeit.swiss, das auch die RAV nutzen, sagt es klar: Wer eingeladen wird, ist in der engeren Auswahl, und «auch jetzt sollten Sie nichts dem Zufall überlassen und sich gezielt vorbereiten». Es empfiehlt eine Checkliste. Dieser Ratgeber macht daraus einen Plan für fünf Tage, mit Bewerbungsgespräch Tipps für den Tag selbst und für Online-Gespräche.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bereiten Sie fünf Bereiche vor: Person, Arbeitgeber, Fragen, Lohn, Auftreten.
  • Verteilen Sie die Arbeit auf mehrere Tage: Inserat, Firma, Beispiele, Üben, Rahmen.
  • Arbeitszeugnisse lückenlos, das aktuellste zuerst, und ein Referenzblatt bereit.
  • Ein Zeugnis können Sie nach Art. 330a OR jederzeit verlangen, auch während der Anstellung.
  • Für jede Sprache im Inserat: Vorstellung, Motivation und ein Beispiel als Stichworte.
Fünf Bereiche

Vorstellungsgespräch vorbereiten: die Checkliste

arbeit.swiss teilt die Vorbereitung in fünf Bereiche. Hier sind sie, jeweils mit dem, was Sie konkret aufschreiben sollten.

BereichWas Sie aufschreiben
Zu Ihrer PersonDrei Stärken mit je einem Beispiel, Ihr berufliches Ziel in einem Satz, warum gerade diese Stelle
Zum ArbeitgeberBranche, Produkte oder Dienstleistungen, Marktposition, Ziele, Organisation, Grösse
Zu Fragen des ArbeitgebersAntworten zu Laufbahn, Fähigkeiten, Motivation und Eignung
Zur GehaltsverhandlungIhre Lohnvorstellung als Betrag oder Spanne, mit Begründung
Zum AuftretenKleidung, Blickkontakt, Körperhaltung, zuhören und ausreden lassen

Zum Lohn rät arbeit.swiss, sich über übliche Löhne in Branche und Position zu informieren, «zum Beispiel bei Berufsverbänden», und verweist auf den Nationalen Lohnrechner und eine Lohnübersicht von jobs.ch nach Beruf und Kanton. Die Fragen selbst, mit Beispielantworten, finden Sie im Ratgeber Vorstellungsgespräch Fragen.

Schritt für Schritt

Vorbereitung Vorstellungsgespräch: ein Plan für fünf Tage

Oft liegen zwischen Einladung und Termin nur wenige Tage. So verteilen Sie die Arbeit, ohne am Vorabend alles auf einmal zu machen:

  1. Tag 1, Inserat zerlegen. Markieren Sie im Stelleninserat jede Anforderung. Schreiben Sie zu jeder ein Erlebnis aus Ihrem Lebenslauf dazu. Was fehlt, ist eine Lücke, auf die Sie eine ehrliche Antwort brauchen.
  2. Tag 2, Firma kennenlernen. Website, Medienmitteilungen, Geschäftsbericht bei grösseren Firmen, die Profile Ihrer Gesprächspartner auf LinkedIn. Notieren Sie drei Dinge, die Sie wirklich interessieren. Daraus werden Ihre Fragen am Ende des Gesprächs.
  3. Tag 3, Beispiele schärfen. Fünf kurze Geschichten nach dem Muster Situation, Aufgabe, Vorgehen, Ergebnis: ein Erfolg, ein Fehler, ein Konflikt, eine Veränderung, eine Situation unter Zeitdruck. Mit diesen fünf beantworten Sie die meisten Verhaltensfragen.
  4. Tag 4, laut üben. Sagen Sie Ihre Vorstellung und Ihre Beispiele laut, nehmen Sie sich auf, kürzen Sie. Dann ein Durchgang mit jemandem, der nachfragt.
  5. Tag 5, Rahmen klären. Lohnvorstellung als Jahreslohn brutto in CHF festlegen, Kündigungsfrist im Vertrag nachlesen, Anreise oder Technik testen, Unterlagen bereitlegen.

Haben Sie nur einen Abend, dann machen Sie Tag 1, Tag 3 in kurzer Form und Tag 5. Die Firmenrecherche schaffen Sie auch in einer halben Stunde, wenn Sie sich auf drei Punkte beschränken.

Das Dossier

Unterlagen fürs Gespräch: Zeugnisse und Referenzblatt

In der Schweiz spielt das Bewerbungsdossier auch im Gespräch eine Rolle. Die Firma hat Ihre Arbeitszeugnisse meist schon gelesen und fragt vielleicht nach. Prüfen Sie deshalb vorher:

  • Arbeitszeugnisse vollständig. arbeit.swiss schreibt: «Die Arbeitszeugnisse müssen lückenlos und chronologisch geordnet sein, wobei das aktuellste Zeugnis zuerst aufgeführt wird.» Fehlt eines, verlangen Sie es. Nach Art. 330a OR kann der Arbeitnehmer «jederzeit vom Arbeitgeber ein Zeugnis verlangen», das sich über Art und Dauer des Arbeitsverhältnisses sowie über Leistungen und Verhalten ausspricht.
  • Zwischenzeugnis. Sind Sie noch angestellt, ist ein Zwischenzeugnis oft die einzige aktuelle Beurteilung. Das Recht aus Art. 330a gilt «jederzeit», also auch während der Anstellung.
  • Referenzblatt. Laut arbeit.swiss steht im Lebenslauf in der Regel, «dass Referenzen auf Anfrage bekannt gegeben werden», und ein separates Blatt mit Referenzpersonen kann im Gespräch abgegeben werden. Fragen Sie Ihre Referenzpersonen vorher, ob sie einverstanden sind, und sagen Sie ihnen, um welche Stelle es geht.
  • Diplome und Zertifikate als PDF bereit, falls die Firma sie nachfordert.
Deutsch, Französisch, Englisch

Die Sprache vorbereiten

Steht im Inserat eine zweite Sprache, rechnen Sie damit, dass ein Teil des Gesprächs in dieser Sprache läuft. Bereiten Sie mindestens drei Dinge in jeder geforderten Sprache vor: Ihre Vorstellung in einer Minute, warum Sie diese Stelle wollen und ein Beispiel aus Ihrer Arbeit.

Ein Tipp aus der Praxis: Schreiben Sie diese drei Antworten nicht Wort für Wort auf, sondern als Stichworte. Wer einen auswendig gelernten Text aufsagt, kommt bei der ersten Nachfrage ins Stocken. Wer Stichworte hat, kann frei weitersprechen.

Für ein Gespräch auf Englisch können Sie mit unserem kostenlosen KI-Probeinterview im Browser üben. Es liest Fragen zu Ihrem Beruf auf Englisch vor, stellt Nachfragen und gibt danach Rückmeldung zu Tempo, Füllwörtern und Aufbau.

Am Ende des Gesprächs

Ihre eigenen Fragen vorbereiten

Fast jedes Gespräch endet mit «Haben Sie noch Fragen an uns?». Wer dann nichts fragt, wirkt schnell desinteressiert. Bereiten Sie drei bis fünf Fragen vor, von denen Sie mindestens zwei wirklich wissen wollen. Gute Fragen beziehen sich auf die Arbeit, nicht auf Dinge, die auf der Website stehen:

  • «Woran merken Sie nach einem halben Jahr, dass die Person auf dieser Stelle gut arbeitet?»
  • «Mit welchen Teams arbeitet diese Stelle am meisten zusammen, und in welcher Sprache?»
  • «Wie sieht die Einarbeitung in den ersten Wochen aus?»
  • «Wie geht es nach diesem Gespräch weiter?»

Fragen zu Ferien, Homeoffice oder Lohnbestandteilen sind in der Schweiz nicht tabu, passen aber besser in eine spätere Runde oder ans Ende, wenn die Firma selbst den Rahmen anspricht.

Nonverbal

Auftreten: was arbeit.swiss empfiehlt

Laut arbeit.swiss beeinflussen Auftreten und Körpersprache «den Gesamteindruck im Bewerbungsgespräch wesentlich». Die Seite nennt unter anderem angemessene und saubere Kleidung, Blickkontakt, eine offene und zugewandte Körperhaltung und aktives Zuhören. So setzen Sie das um:

  • Blickkontakt mit allen. Sitzen zwei oder drei Personen am Tisch, schauen Sie beim Antworten auch die an, die gerade nicht gefragt hat.
  • Offene Haltung. Hände auf dem Tisch oder locker im Schoss, nicht verschränkt. Leicht nach vorne geneigt wirkt interessiert.
  • Aktiv zuhören. Kurz nicken, bei einer unklaren Frage nachfragen: «Meinen Sie eher die Zusammenarbeit im Team oder mit Kunden?»
  • Tempo. Unter Nervosität sprechen viele schneller. Eine bewusste Pause nach einem wichtigen Satz wirkt ruhig und sicher.

Üben Sie das einmal vor der Handykamera. Sie sehen sofort, ob Sie zu oft wegschauen oder mit dem Stift spielen.

Am Tag selbst

Bewerbungsgespräch Tipps für den Tag

  • Pünktlich, aber nicht zu früh. Fünf bis zehn Minuten vorher am Empfang ist gut. Planen Sie die Anreise mit Reserve, auch wenn der Zug fast immer fährt.
  • Kleidung passend zur Firma. arbeit.swiss nennt «angemessene und saubere Kleidung». In einer Bank anders als in einem Start-up oder einer Schreinerei. Schauen Sie sich Fotos vom Team auf der Website an.
  • Zuhören. Lassen Sie die Fragen fertig stellen, bevor Sie antworten. Eine kurze Pause zum Überlegen ist besser als eine schnelle Antwort auf die falsche Frage.
  • Notizen erlaubt. Ein Blatt mit Ihren Fragen an die Firma und Ihren Stichworten darf auf dem Tisch liegen.
  • Begrüssung. Händedruck und Blickkontakt sind üblich. Merken Sie sich die Namen, wenn alle sich vorstellen.
  • Zum Schluss. Fragen Sie nach den nächsten Schritten und bis wann Sie mit einer Antwort rechnen können.
Teams, Zoom, Meet

Vorstellungsgespräch Tipps für Online-Gespräche

Erste Runden finden oft per Video statt, gerade wenn die Firma in einer anderen Stadt ist. Die Technik ist dabei der häufigste Stolperstein, und den können Sie vorher ausräumen:

  • Den Link am Vortag öffnen und prüfen, ob Teams, Zoom oder Meet ein Update oder eine Anmeldung verlangt.
  • Kamera auf Augenhöhe, Licht von vorne, ruhiger Hintergrund. Benachrichtigungen ausschalten.
  • Kopfhörer mit Mikrofon testen, am besten mit einem Probeanruf.
  • Lebenslauf und Inserat seitlich auf dem Bildschirm offen haben, aber in die Kamera schauen, wenn Sie sprechen.
  • Telefonnummer der Kontaktperson bereit haben, falls die Verbindung abbricht.
Üben mit KI

Mit KI üben und im Gespräch unterstützt werden

Üben Sie mit einer Kollegin, die Ihnen in Teams oder Meet Fragen stellt, während ClapAssist läuft. Die App versteht Deutsch, Französisch, Englisch und viele weitere Sprachen und zeigt Vorschläge aus Ihrem Lebenslauf und dem Inserat. So sehen Sie, wo Ihre Beispiele noch dünn sind.

Am Tag des Online-Gesprächs zeigt die KI für Vorstellungsgespräch von ClapAssist Antwortvorschläge in Echtzeit. Prüfen Sie vorher, ob der Arbeitgeber KI-Hilfe im Gespräch erlaubt. Manche verbieten sie, besonders in Online-Tests.

Quellen

Externe Seiten, auf die sich die Tipps oben stützen, geöffnet und geprüft am genannten Tag.

Md Emteshal, Autor dieses Ratgebers

Geschrieben von Md Emteshal

Md Emteshal hat 2 Jahre Erfahrung im Bereich SEO und schreibt Ratgeber für ClapAssist, ist aber weder Recruiter noch Karrierecoach. Die Tipps in diesen Ratgebern stützen sich auf die Quellen auf jeder Seite, die vor der Veröffentlichung geöffnet und geprüft werden.

Fragen

Häufige Fragen zur Vorbereitung

Wie bereite ich mich am besten auf ein Vorstellungsgespräch vor?

Mit einer Checkliste in fünf Bereichen: Ihre Person, der Arbeitgeber, typische Fragen, die Lohnvorstellung und Ihr Auftreten. Dann laut üben, am besten mit jemandem, der nachfragt.

Wie lange sollte die Vorbereitung dauern?

Ideal sind einige Tage, verteilt auf Inserat, Firma, Beispiele, Üben und Rahmen. Mit nur einem Abend konzentrieren Sie sich auf das Inserat, drei Beispiele und Ihre Lohnvorstellung.

Was nehme ich ins Vorstellungsgespräch mit?

Lebenslauf, Arbeitszeugnisse, Diplome, ein Blatt mit Referenzpersonen und Ihre Fragen an die Firma. arbeit.swiss nennt das separate Referenzblatt ausdrücklich als etwas, das Sie im Gespräch abgeben können.

Was sind die wichtigsten Bewerbungsgespräch Tipps?

Pünktlich sein, passende Kleidung, zuhören und ausreden lassen, konkrete Beispiele statt Adjektive und am Schluss nach den nächsten Schritten fragen.

Wie bereite ich ein Gespräch auf Französisch oder Englisch vor?

Bereiten Sie Vorstellung, Motivation und ein Beispiel als Stichworte in der Sprache vor und üben Sie sie laut. Für Englisch hilft ein KI-Probeinterview mit Rückmeldung.

Gut vorbereitet ins Online-Gespräch

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