Fragen zur Stelle, zum Team, zu Einarbeitung und Probezeit, zur Entwicklung und zum Ablauf, die passenden Fragen für jede Gesprächsrunde und die, die Sie besser lassen.
Stellen Sie zwei oder drei Fragen zum Arbeitsalltag, zum Team, zu den Erwartungen in den ersten Monaten und zum weiteren Ablauf, zum Beispiel: „Wie sieht eine typische Woche in dieser Position aus?“, „Woran messen Sie nach der Probezeit, dass die Besetzung gelungen ist?“ und „Wie geht es nach diesem Gespräch weiter?“. „Ich habe keine Fragen“ wirkt desinteressiert.
„Welche Fragen haben Sie an uns?“ steht auf der Liste der zehn wichtigen Fragen der Bundesagentur für Arbeit, und ihr Leitfaden rät, eigene Fragen vorzubereiten. Hier finden Sie über 25 Fragen nach Thema, die passenden Fragen für jede Gesprächsrunde, den richtigen Moment für Gehalt und Homeoffice und Fragen, die Sie besser lassen.
Das Wichtigste in Kürze
Mit Ihren Fragen zeigen Sie, dass Sie sich vorbereitet haben, dass Sie sich die Arbeit konkret vorstellen und was Ihnen wichtig ist. Gleichzeitig prüfen Sie, ob die Stelle hält, was die Anzeige verspricht. Der Leitfaden der Arbeitsagentur sagt es so: „Fragen Sie nach, wenn Dinge unklar oder interessant sind.“
Der britische National Careers Service rät, die Fragen schon bei der Recherche über das Unternehmen zu sammeln und vor dem Gespräch aufzuschreiben. Nehmen Sie fünf mit; ein Teil wird im Gespräch beantwortet, zwei bleiben übrig.
„Neu oder Nachbesetzung?“ verrät viel: Eine neue Stelle heißt oft Aufbauarbeit, eine Nachbesetzung eingespielte Abläufe.
Die Frage nach der Probezeit ist die stärkste auf dieser Seite: Sie zeigt, dass Sie an Ergebnisse denken, und Sie erfahren, was wirklich erwartet wird.
Die erste Frage wirkt nur, wenn Sie [aktuelle Nachricht] durch eine geprüfte Tatsache ersetzen: einen neuen Standort, ein Produkt, eine Übernahme. Sie zeigt, dass Sie recherchiert haben.
Die letzte Frage kostet Mut, gibt Ihnen aber die Chance, einen Zweifel noch im Raum auszuräumen.
| Runde | Gegenüber | Gute Fragen |
|---|---|---|
| Telefoninterview | Personalabteilung oder Personalberatung | Ablauf des Verfahrens, Aufgabenzuschnitt, Gehaltsrahmen |
| Erstes Gespräch | Personalabteilung und Fachvorgesetzte | Alltag, Team, Einarbeitung, Probezeit |
| Fachgespräch | Fachabteilung | Werkzeuge, Methoden, aktuelle Projekte |
| Zweites Gespräch | Bereichs- oder Geschäftsleitung | Ziele, Rolle der Abteilung, Entwicklung |
So kann der Abschluss mit einer Fachvorgesetzten klingen, wenn Sie zwei Fragen vorbereitet haben:
Gesprächspartnerin: „Haben Sie noch Fragen an uns?“
Sie: „Ja, zwei. Sie haben vorhin erwähnt, dass das Team gerade auf ein neues ERP-System umstellt. Welche Rolle hätte ich dabei in den ersten Monaten?“
Gesprächspartnerin: „Sie würden die Datenübernahme für den Einkauf begleiten.“
Sie: „Danke, das klingt spannend. Und woran würden Sie nach der Probezeit merken, dass ich die richtige Wahl war?“
Gesprächspartnerin: „Wenn der Einkauf ohne Rückstau mit dem neuen System arbeitet.“
Sie: „Das kann ich mir gut vorstellen. Wie geht es nach heute weiter?“
Die erste Frage knüpft an etwas an, das im Gespräch gesagt wurde, die zweite fragt nach dem Maßstab für Erfolg, die dritte klärt den Ablauf. So zeigen Sie mit wenigen Sätzen, dass Sie zugehört haben und schon an die Arbeit denken.
Diese Fragen sind berechtigt, aber nicht als Erstes. Mit der Personalabteilung oder Personalberatung ist die Frage nach dem Gehaltsrahmen normal, ebenso, ob ein Tarifvertrag gilt. Im Gespräch mit der Fachabteilung warten Sie, bis das Thema angesprochen wird, oder bis zum Angebot. Formulieren Sie über die Abläufe, nicht über Ihre Wünsche:
„Wie ist das Homeoffice im Team geregelt?“ statt „Wie viele Tage darf ich zu Hause bleiben?“
Wie Sie Ihre eigene Gehaltsvorstellung nennen, steht in Vorstellungsgespräch Fragen und Antworten.
| Lieber nicht | Warum | Stattdessen |
|---|---|---|
| „Was macht Ihr Unternehmen eigentlich?“ | Zeigt fehlende Vorbereitung. | Eine Frage zu einem konkreten Projekt. |
| „Wie viel Urlaub habe ich?“ gleich am Anfang | Wirkt wie Ihre Hauptsorge. | Beim Angebot klären. |
| „Habe ich die Stelle?“ | Setzt das Gegenüber unter Druck. | „Wie geht es weiter?“ |
| Eine schon beantwortete Frage | Zeigt, dass Sie nicht zugehört haben. | An das Gesagte anknüpfen. |
| „Wird die Arbeitszeit kontrolliert?“ | Lässt an Ihrem Einsatz zweifeln. | „Wie plant das Team seine Woche?“ |
Wählen Sie fünf Fragen aus dieser Liste, passen Sie sie an die Stellenanzeige an und schreiben Sie sie auf. Den Rest des Gesprächs bereiten Sie mit der Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch vor. ClapAssist versteht Deutsch und viele weitere Sprachen: Im echten Online-Gespräch zeigt die KI für das Vorstellungsgespräch Vorschläge aus Ihrem Lebenslauf; prüfen Sie vorher, ob der Arbeitgeber das erlaubt. Für ein Gespräch auf Englisch: Vorstellungsgespräch auf Englisch.
Externe Seiten, auf die sich die Tipps oben stützen, geöffnet und geprüft am genannten Tag.
Zwei oder drei reichen. Schreiben Sie vorher fünf auf, damit Sie noch gute übrig haben, wenn einige im Gespräch beantwortet werden.
„Woran messen Sie nach der Probezeit, dass die Besetzung gelungen ist?“ Sie zeigt, dass Sie an Ergebnisse denken, und Sie erfahren, was wirklich erwartet wird.
Ja, mit der Personalabteilung oder Personalberatung ist die Frage nach dem Gehaltsrahmen normal. Mit der Fachabteilung warten Sie, bis das Thema kommt, oder bis zum Angebot.
Sagen Sie das freundlich und knüpfen Sie an: „Sie haben den neuen Standort erwähnt. Wie verändert das das Team im nächsten Jahr?“ Oder fragen Sie nach dem weiteren Ablauf.
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